16.02.2011
Nur einige Parteivertreter und der SPD-Oberbürgermeister Jensen waren heute um 18 Uhr im Rathaus Trier zugegen, als der zuständige Wahlausschuss die Wahlvorschläge für die kommende Ortsvorsteherwahl in Trier-West/Pallien prüfte. Viel hatte der Ausschuss nicht zu tun, denn es gab nur drei Vorschläge. Nachdem der bisherige SPD-Ortsvorsteher Blum aus privaten Gründen zurückgetreten ist, einigten sich alle Systemparteien im Ortsbeirat auf einen CDU-Bewerber. Auf gut deutsch: SPD, FDP, Grüne und Linke verzichten in Trier-West/Pallien auf eigene Bewerber. Gerade für die SPD ist dies als sehr einschneidend zu bewerten, galt doch der Stadtteil Trier-West, der früher Überbrücken hieß, als rote Hochburg.
Es wird sich vielleicht schon in den nächsten Monaten zeigen, ob die Trierer SPD unter Malu Dreyer keine geeigneten Kandidaten in Trier-West/Pallien hat oder der Wahlverzicht an einer anderen Stelle ausgeglichen wird. Der SPD-Beisitzer Hilger glänzte durch Abwesenheit.
Die freien Wähler, die ursprünglich aus der SPD-Abspaltung UBM hervorgegangen sind, gehen mit einer relativ unbekannten Bewerberin an den Start. Interessant ist, dass der FWG-Wahlvorschlag keine Vertrauenspersonen enthielt, was sicherlich noch von der ADD überprüft werden dürfte.
Für überraschte Gesichter sorgte der NPD-Wahlvorschlag, der am letzten Montag kurz vor Abgabeschluss eingereicht wurde. Der Wahlausschuss stimmte einstimmig allen drei Wahlvorschlägen zu.
Einstimmig nominierte die NPD-Mitgliederversammlung für Trier-West/Pallien am 11.Februar den langjährigen NPD-Aktivisten Detlef Walter aus Alt-Pallien. Kamerad Walter ist gelernter Rechtsanwalts-Notar-Gehilfe und 59 Jahre alt. Als verheirateter Familienvater liegt ihm ein lebenswerterStadtteil sehr am Herzen. Zu seiner Nominierung erklärte Detlef Walter:
„ Trier-West und Pallien brauchen endlich eine politische Alternative. Unser Stadtteil wurde seit Jahrzehnten vernachlässigt. Kaputte Straßen, marode Häuser, verwahrloste Familien, hohe Arbeitslosigkeit, unkontrollierte Zuwanderung, ein fehlendes Verkehrskonzept - das Versagen der Systemparteien ist offensichtlich. Der sog.Masterplan ist eine Luftblase. Anstatt Gelder für unsinnige Planungen zu verschleudern, muss den Bürgern jetzt geholfen werden!“
Die Mitgliederversammlung verabschiedete auch ein 5-Punkte-Programm mit dem Titel:
Trier-West soll Trier-West bleiben!
Dieses Programm wird in den nächsten Wochen allen Haushalten in Trier-West und Pallien zugehen, sowie in Kürze auch im Weltnetz veröffentlicht werden.
Mit der Kandidatur in Trier-West/Pallien stellt die NPD in Trier unter Beweis, dass sie ihre kommunalen Strukturen weiter ausbauen und auf eine wachsende personelle Basis zählen kann.
Verantwortlich:
Safet Babic, Landespressesprecher