19.02.2011
Ausgerechnet eine internationale Organisation muss die bundesrepublikanische Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass deutsche Dialekte vom Aussterben bedroht sind.
Verschwindet in der Welt alle zwei Wochen eine Sprache, so stellt die Deutsche Unesco-Kommission anlässlich des „Tages der Muttersprache“ am 21.Februar fest, daß in Deutschland 13 Regionalsprachen akut vom Aussterben bedroht sind.
Historische und aktuelle Betrachtungen belegen, daß Sprachen hauptsächlich gefährdet sind durch Verteibung, Krieg, soziale Ächtung, aber auch durch Zuwanderung und Sprachvermischung.
In der BRD wird Hochdeutsch als Kultursprache durch unreflektierte Rechtschreibreformen, Pseudo-Amerikanisierung, Vulgarisierung durch Ghettosprache und politisch motivierte Fehlinterpretationen gegängelt. Binnenwanderungen, entwurzelter Deutschunterricht in der Schule und fahrlässige Vernachlässigung der regionalen Eigenheiten haben in den letzten Jahrzehnten zusätzlich den deutschen Mundarten schwer zugesetzt.
Am stärksten gefährdet sind in Deutschland Alemannisch, Bairisch, Ostfränkisch, Niedersächsisch, Nord- und Saterfriesisch, Jütländisch und Limburgisch-Ripuarisch. Diese negative Entwicklung macht auch vor Rheinland-Pfalz keinen Halt, wie der »Atlas der Bedrohten Sprachen« zeigt. Denn auch Rheinfränkisch, wozu auch die Mundarten der Pfalz und Rheinhessen gehören, sowie das Moselfränkische sind bedroht.
Mit Geld allein kann man Stammessprachen nicht schützen, wie das Zurückgehen des westslawischen Sorbisch, des auch in rheinland-pfälzischen Universitäten gelehrten Jiddisch, sowie das von Sinti und Roma verwendete Romani beweisen.
Die NPD fordert daher die Verankerung regionaler Dialekte in den rheinland-pfälzischen Schulplänen und die Bewahrung des nationalen Kulturerbes!
Verantwortlich:
Safet Babic, Landespressesprecher