16.03.2011
Kaum ein Thema bestimmt die öffentliche Debatte derzeit so intensiv wie der Atom-GAU in Japan.
Ein Erdbeben richtete Schäden an Atomkraftwerken an, aus welchen nun radioaktive Strahlung austritt. Gesundheitliche Gefahren wie 1986 in Tschernobyl werden prognostiziert. Sich häufende Krebserkrankungen, Strahlenkrankheit und mißgebildete Neugeborene könnten die Folgen sein.
Bei ihren Mauscheleien mit den Energiekonzernen sind die Herrschenden den sprichwörtlichen Pakt mit dem Teufel eingegangen
. Der Ausstieg aus dem Ausstieg, von Merkel und ihren Parteifreunden rücksichtslos umgesetzt, setzt auch uns Deutsche einer steigenden Gefahr aus, Opfer eines solchen Super-GAUs zu werden. Die Vertreter der Atom-Industrie und ihre Handlanger in der Politik argumentieren dann gerne, daß die deutschen Atommeiler sehr sicher seien. Doch das waren die in Japan schon allein wegen der Erdbebengefahr auch.
Doch nun, kurz vor auch für Merkel und Konsorten wichtigen Wahlen, rudert man zurück und nimmt die 7 ältesten Meiler vom Netz – zumindest vorübergehend. Ein typisches Wahlkampfmanöver, mit dem sich Merkel als weitsichtige Retterin in der Not profilieren will. Doch Weitsicht hätte sie besessen, wenn sie den schon einmal beschlossenen Atomausstieg erst gar nicht wieder rückgängig gemacht hätte.
Dubios erscheint auch eine Aussage des Wirtschaftsministers Rainer Brüderle(FDP), der sich vor kurzem noch entschieden gegen den Atomausstieg wandte, weil die Versorgungssicherheit in Deutschland sonst nicht gewährleistet sei. Nun sei laut seiner Aussage all das kein Problem mehr, auch ohne die sieben Meiler, die vom Netz genommen werden, sei die Versorgung gesichert.
Müssen unsere Politiker erst durch Jahrhundert-Katastrophen oder, wie Merkel es ausdrückte, durch „eine Zäsur in der Geschichte der technisierten Welt“ daran erinnert werden, daß sie durch ihr politisches Mandat für die Menschen und ihre Sicherheit Verantwortung übernommen haben und nicht für die Renditen der Großkonzerne? Muß erst eines der am höchsten entwickelten Länder der Welt wie Japan in Schutt und Asche liegen, damit die „da oben“ erkennen, daß auch wir Deutschen jederzeit von einem derartigen Hölleninferno heimgesucht werden können?
Die Regierung hat es bisher sträflich versäumt, ein echtes Energiekonzept für Deutschland vorzulegen, das sowohl bezahlbaren Strom, ökologische Verträglichkeit als auch Versorgungssicherheit garantiert.
Optionen gibt es genug, doch viele davon sind nicht geeignet, Profite für die Energieriesen abzuwerfen. Die NPD fühlt sich der Sicherheit unseres Volkes verpflichtet und bleibt bei ihrer alten Losung:
Umweltschutz ist Heimatschutz! Schluß mit den Atom-Experimenten auf dem Rücken unseres Volkes!
Ronny Zasowk