27.01.2012
die GEZ-Medien beschäftigen sich seit einigen Tagen mit der Entwicklung am Persischen Golf; zunächst einmal sei erwähnt, daß die GEZ-Qualitätsjournalisten eine etwas modifizierte US-Flagge (ein weißer Streifen an der oberen Kante) in den Fernsehbericht eingeblendet haben – nun ja – Qualität geht anders.
Zunächst ein interessanter Videobeitrag des GEZ-Senders “arte” – etwas tendenziös, unvollständig aber teilweise recht infomativ:
(bitte schauen Sie diesen Bericht nur an, wenn Sie Ihre GEZ-Gebühren bezahlt haben).
Zunächst einmal sei gesagt: in keiner einzigen GEZ-Sendung ist der Name Mearsheimer aufgetaucht (http://de.wikipedia.org/wiki/
http://de.wikipedia.org/wiki/
Der uns bereits bekannte “ZEIT” Schönschreiber Herr Jaffee soll dieses Werk nicht gemocht, sicherlich aber gelesen haben. Es gab in den Redaktionsstuben viele Debatten, ob denn der BRD-Bürger “reif” für dieses Buch sei oder eben nicht.
Die Lektüre ist spannend geschrieben, sehr aufschlussreich und informativ – eine hervorragende Ergänzung zu verschiedenen Lageanalysen die der Autor Peter Scholl-Latour vorgelegt hat.
http://irananders.de/home/
Die Nato, bzw. die USA bauen am Persischen Golf eine Drohkulisse auf – begleitet wird diese Militäraktion von willigen Helfershelfern in der BRD – der 1,2 % Außenminister Westerwelle spricht vorm Mikrofon schon fast so wortmächtig wie ein Großer.
Unverholen, in der Regel indirekt, lässt der Staat Israel durchblicken, daß er im Besitz von Kernwaffen ist – ich denke bei diesen plumpen Drohungen immer an Carl Schmidt: “Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet”.
Denken wir also wie Carl Schmitt (und ich bin davon überzeugt, daß die Menschen in Persien Carl Schmitt gelesen und verstanden haben) so wird rasch deutlich: die nukleare Bewaffnung im Mittleren Osten wurde vom Staat Israel vorangetrieben, entsprechend ziehen andere Staaten nach – davon kein Wort in der Systempresse oder bei den GEZ-Sendern .
Israel hat eben Kernwaffen – wieso, weshalb, warum wird nirgendwo erörtert. Zurück zu Mearsheimer : er stellt fest, daß die US-Außenpolitik von den Lobbygruppen AIPAC und ADL kontrolliert wird – dies hat Folgen für die Nato und natürlich für die Vasallenstaaten in der EU.
Griechenland und Italien benötigen persisches Öl – Alternativen gibt es nicht (oder kann der Berdarf durch libysches Öl gedeckt werden?).
Wir wissen nicht, ob der Iran eine Atombombe baut oder nicht, es geht uns auch – um dies einmal klar zu sagen – auch gar nichts an.
Alle Schwellenstaaten benötigen Öl, natürlich benötigen auch EU Staaten Öl, der wichtigste US-Verbündete in Asien, der Inselstaat Japan, ist zu 100% auf Öleinfuhren angewiesen.
Die Nato und ihre Sprechpuppen wie z.B. Herr Westerwelle drohen dem Iran – er möge sein Atomprogramm einstellen. Ich frage mich: mit welcher Berechtigung gängelt dasUS-Außenministerium souveräne Staaten und Völker? Wird die US-Außenpolitik von geisteskranken Amokpolitikern organisiert? Leider lautet die Antwort : Ja – in der Tat – die US-Außenpolitk ist dumm und sehr gefährlich .
Welche Entwicklung ist nunmehr in der Straße von Hormus denkbar? Im Falle einer Eskalation werden die USA zunächst einmal mehrere Fregatten und möglicherweise auch einen Flugzeugträger verlieren – der Grund hierfür : die Perser sind nicht nur in der Lage, eine US-Spionagdrohne mit elektonisch-analytischen Mitteln unter ihre Kontrolle zu bringen und diese sicher zu landen – sie können Mittelstreckenraketen zielgenau gegen bewegliche Seeziele einsetzen (mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden die Zielsysteme gemeinsam mit den Russen und den Chinesen entwickelt, von denen man mit Gewissheit weiß, daß sie jeden US-Träger jederzeit an jedem Ort der Welt konventionell vernichten könnten).
Denkbar – und sehr wahrscheinlich – wäre der Einsatz von Grundminen,nicht umbedingt in der Straße von Hormus, sehr wohl aber in der Straße von Malakka, einer wichtigen Route für den Containerverkehr nach Asien.
Man stelle sich mal vor: unbekannte verminen den Suezkanal oder ein von Piraten gekapertes Schiff wird in einer Fahrrinne versenkt – wie unglücklich wären denn dann die Versicherungsmakler in London .
Zum jetzigen Zeitpunkt versuchen die USA, Druck auf den Iran aufzubauen – dieser verkauft dann eben sein Öl an den Russen – oder eben an den Chinesen … an den Inder …oder über Umwege eben an den Franzosen und der wiederum verkauft den Sprit an mich.
Liebe Leserinnen und Leser : lassen Sie sich durch israelische Kriegsdrohungen nicht einschüchtern. Bevor die Israelis im Namen von “Demokratie und Sicherheit” den verdammten Sprit im Mittleren Osten anzünden wird die 6. US-Flotte die israelischen Freunde entwaffnen (tut sie es nicht, werden andere Völker die Arbeit machen).
Die USA haben ein Problem – es heißt : Israel. Israel ist ein US-Problem .
Ach so: Saudi Arabien verkauft auch Öl – und Saudi Arabien ist ca. 20 Jabominuten von Persien entfernt ….
Daher lautet der Tipp des Tages: eigener Herd ist Goldes Wert – der gute Dauerbrandofen für Holz + Briketts.
( Teil II : wie China im Falle einer unkontrollierten US-Aktion reagieren könnte und welche Folgen das für die Weltwirtschaft hätte ) .
Euer Lars Petersen